Hintergrundberichte und Studien

Der Begriff Impact Investment wird häufig synonym für Investitionen verwendet, die Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (ESG) berücksichtigen. Im letzteren Fall ist das Erreichen eines Transformationswandels nicht der Hauptzweck solcher Investitionen, weshalb das Risiko eines Impact Washing (ähnlich wie „Green Washing“) besteht. Um eine (Neu-) Orientierung aus akademischer Sicht zu bieten, leiten wir eine neue Typologie nachhaltiger Investitionen ab. Diese Typologie liefert eine genaue Definition der Auswirkungen von Investitionen und deren Deckung. Als zentralen Beitrag schlagen wir vor, zwischen wirkungsorientierten Investitionen und wirkungsgenerierenden Investitionen zu unterscheiden.

Dieser Artikel berichtet über die Effekte der Covid-19 Pandemie auf Schwellenländer, wie sich diese geschlagen haben und was sie 2021 erwartet.

Dieses White Paper berichtet von den Development Impact Bonds (DIB) Fonds der UBS und deren Auswirkungen auf den Maßstab für die am stärksten gefährdeten Menschen der Welt.

Diese Toolbox basiert auf der internationalen Erfahrungen und Beratung der KfW Entwicklungsbank und des BMZ zu neuen Ansätzen und Finanzierungsinstrumenten. Zu finden sind einige Ansätze die in Deutschland auch ausprobiert werden können und sollten (z.B., Endowment, strukturierte Fonds, Garantien, Impact Linked Finance).

Dieser Artikel verbindet Einblick des Impact-Investing-Ökosystems mit Real Estate mit Beispielen wie „Bezahlbarer Wohnraum in Deutschland.“ Die bebaute Umwelt prägt das Leben der Menschen wie kaum ein anderer Sektor. Die Auswirkungen, die Immobilien auf die Menschen, ihr Zuhause und ihr Arbeitsleben haben können, sind weitaus größer als in den meisten anderen Wirtschaftszweigen. Alle Gebäude sollen gesunde, angenehme und nachhaltige Orte zum Leben sein. Bei wirkungsorientierten Immobilieninvestitionen steht die Identifizierung der lokalen Bedürfnisse und wirkungsorientiertes Handeln zur Verbesserung der örtlichen Lebensqualität im Vordergrund. Es ist durchaus möglich, auf eine Art und Weise zu investieren, nach der die langfristigen Bedürfnisse der Gemeinschaft berücksichtigt, die Beschäftigung angekurbelt und grundlegende Dienstleistungen bereitgestellt werden können. Immobilieneigentümer werden auch eine Rolle bei der Förderung der sozialen Inklusion spielen können, indem sie in unterversorgten Regionen investieren und sich auf Gebäude konzentrieren, die den tatsächlichen Anforderungen der Gemeinschaft gerecht werden. So können städtische Räume entstehen, in denen Menschen sich entfalten können.

Der Artikel „Growth of impact investing (in Germany/and the European Union) generally and as a consequence of the Covid-19 pandemic“ bietet einen Einblick in das Deutsche und Europäische Impact-Investing-Ökosystem in Verbindung zu Family Offices.

Schwellenländer haben einen ausgeprägten und weitreichenden Bedarf an Infrastrukturentwicklung. Nach Angaben der Vereinten Nationen besteht derzeit in Entwicklungsländern eine jährliche Investitionslücke von etwa 2,5 Billionen USD, was eine erhebliche Herausforderung für die Bemühungen zur Überwindung von Armut und Ungleichheit darstellt. In dieser Herausforderung liegt jedoch auch die Chance. Öffentliche und private Investoren haben die Möglichkeit, das zunehmende globale Bewusstsein für nachhaltige Infrastruktur zu nutzen, um neue und dauerhafte Partnerschaften zu schaffen, die Kapital für diesen Zweck einsetzen.

Viele Unternehmen und Investoren haben sich für „Impact Investing“ entschieden. Einige glauben, es könnte die „Revolution“ sein, die den Kapitalismus retten und viele der größten Probleme der Welt lösen wird. Dies ist eine verlockende Vision, aber die Autoren glauben, dass Investitionen, wie sie traditionell konzipiert sind, nicht ausreichen werden. Was benötigt wird, ist eine Reform der Regeln, die die Funktionsweise unserer Wirtschaft regeln – und die Auswirkungen, die Investoren haben, spielen eine entscheidende Rolle.

Wir leben bereits mit den Auswirkungen des Klimawandels. Extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen und Dürren nehmen weltweit an Intensität und Schwere zu, was in den letzten zehn Jahren zu wirtschaftlichen Verlusten von schätzungsweise 2 Billionen USD führte. Diese Klimaauswirkungen betreffen ärmere Menschen in Entwicklungsländern, insbesondere diejenigen, die sich mit Klima befassen, überproportional-sensible Sektoren wie die Landwirtschaft. Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sind erforderlich, um das Leben und den Lebensunterhalt zu schützen und die Ziele der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu erreichen. Der Versicherungssektor spielt eine entscheidende Rolle bei der Erleichterung der Anpassung an den Klimawandel. Bei angemessener Anwendung kann die Versicherung zu einem entscheidenden Instrument werden, um sich auf unerwünschte Ereignisse vorzubereiten und ihnen standzuhalten.

Der Deutsche Social Entrepreneurship Monitor bietet einen Einblick in den sozialen Sektor für Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Ein besonderer Fokus wird auf die Potentiale und Herausforderungen von Social Entrepreneurship gelegt.

„Ein Hoch auf die Komplexität: Wie finanzieren wir systemische Veränderungen wirkungsvoll(er)?“

Der spannende Bericht in Kooperation von Ashoka, McKinsey & Company, Catalyst 2030, Co-Impact, Echoing Green, Schwab, Skoll und System IQ gibt neue Erkenntnisse auf die Fragen, wie systemische Veränderungen weltweit wirkungsvoller finanziert werden können und wie der Wandel zum Wohle der Gesellschaft besser unterstützt werden kann.

Welcher Entwicklungsbedarf besteht hinsichtlich der Marktstruktur für wirkungsorientiertes Investieren in Deutschland und was wird die Bundesinitiative Impact Investing tun, um die Effizienz des Marktes zu erhöhen?

Martin Vogelsang, Koordinator der Bundesinitiative und Peter Brock, Leiter der Arbeitsgruppe Family Offices der Bundesinitiative Impact Investing haben hierzu einen Artikel im in München erscheinenden Elite Report veröffentlicht.

Dieser aktuelle Bericht des UK National Advisory Board gibt eine Bestandsaufnahme mit zahlreichen Fallstudien und Marktbefragungen. Gleichzeitig wird eine Agenda für die Weiterentwicklung des britischen Ökosystems für Impact Investing als Teil einer globalen Bewegung entwickelt.

Anläßlich ihres 15-jährigen Jubiläums nimmt die European Venture Philanthropy Association (EVPA) einen Blick auf das europäische Venture-Philanthropy/Impact-Investing-Ökosystem. 70 Experten aus ganz Europa geben einen Überblick über das was erreicht wurde und wo die Reise hingehen soll, damit soziales Investieren weiter an Bedeutung gewinnt. Der Fokus der EVPA, die mittlerweile mehr als 300 Mitgliedsorganisationen zählt, liegt dabei auf Investing for Impact.

Deutschlands ist das einzige Land der G7, das keine rechtliche Grundlage für die Nutzung nachrichtenloser Bankkonten besitzt. Dadurch werden zwischen €2 und €9 Milliarden an potenziell investierbaren Vermögen zurückgehalten. Ashoka, das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland, die Bundesinitiatve Impact Investing und der Verband Deutscher Erbenermittler haben eine Studie zum Thema nachrichtenloser Bankkonten verfasst, in der sie ein Modell für einen wirkungsorientierten Fonds vorstellen.

Die Studie des FERI Cognitive Finance Instituts kommt zu dem Schluss, dass der Markt für nachhaltige Kapitalanlagen in den letzten Jahren überdurchschnittlich gewachsen ist. Jedoch erzielten nachhaltige Geldanlagen an der Börse keine direkte ethisch-orientierte Wirkungserzielung, da sie als Sekundärmarkttransaktionen den beteiligten Unternehmen kein neues Kapital zuführen. Impact Investing dagegen erzielt eine direkte soziale oder ökologische Wirkung, indem neues Eigen- oder Fremdkapital zur Verfügung gestellt wird. Die Studie der FERI diskutiert aktuelle Fragen rund um die Rolle von Impact Investing, wie zum Beispiel die Wirkungsmessung sowie gewünschte gesellschaftliche soziale oder ökologischen Wirkungen.

Es gibt weniger funktionierende Demokratien heutzutage, als noch vor einigen Jahrzehnten. Vor allem Populismus, Polarisierung und die geringe Zivilbeteiligung in repräsentativen Demokratien stellen ein wachsendes Problem dar. Hier liegt das Potenzial von Sozialunternehmen: Sie können mit innovativen Ideen aktuellen sozialen Dynamiken begegnen. Hierzu hat Ashoka eine Analyse der 25 weltweit führenden Sozialunternehmen durchgeführt. Herausgekommen sind sieben Strategien, welche das demokratische System wieder stärken können.

Laut der Studie von SEND e.V. und KfW besteht das größte Hindernis für Wachstum im Social-Entrepreneurship Sektor im eingeschränkten Zugang zu Finanzierungen. Es stellt sich demnach die Frage: Wie kann eine Förder- und Finanzierungslandschaft aussehen, die zu einem stabilen und stärkeren Wachstum führt? Welche Rahmenbedingungen müssen dafür geltend gemacht werden? Als Antwort darauf haben SEND e.V. und KfW in einem akteurs-übergreifenden Stakeholder-Dialog 12 Forderungen und Lösungsansätze erarbeitet.

Seit dem im März 2018 erschienenen Aktionsplan zeichnet sich eine neue Dynamik am Markt für verantwortliche Investments und nachhaltige Geldanlagen ab. Neue EU-Regulierungen wirken sich auf beide Investmentformen aus und führen zu einer nächsten Entwicklungsstufe nachhaltiger Geldanlagen. Sowohl in Deutschland, Österreich als auch der Schweiz ist die Summe nachhaltiger Geldanlagen stark gestiegen – mit neuen Wachstumsdynamiken. In der Schweiz betrug dieses beispielsweise 72 Prozent, in Österreich 44 Prozent.

“Das einheitliche Ganze ist besser als die Summe seiner Teile“

Ende 2018 veröffentlichten die gemeinnützigen Organisationen Artha und Sphaera eine von der Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegebene internationale Studie zu den existierenden Impact-Plattformen. Das Ziel: Auf der Basis einer Online-Umfrage sollten die Probleme und Herausforderungen von bestehenden Plattformen verdeutlicht werden, sowie ein besseres Verständnis von bestehenden Geschäftsmodellen und Motivationen erreicht werden. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass eine fehlende Taxonomie sowie eine mangelnde Interoperabilität und Replizierbarkeit zu den wesentlichen Hindernissen gehören, die bislang der Skalierbarkeit im Wege standen. Gleichzeitig zeigt sich der starke Wunsch nach mehr Zusammenarbeit und Abstimmung untereinander, um so eine Vereinheitlichung der Plattformen in ein großes Ganzes zu erreichen.

Die Studie der Initiative for Responsible Investment an der Harvard Kennedy School untersucht einige der National Advisory Boards (NABs) für Impact Investing, die seit 2013 in mittlerweile 25 Ländern entstanden sind. Den Autoren ging es darum, die unterschiedlichen strategischen Ausrichtungen und Ziele dieser lokalen Stakeholdernetzwerke zu analysieren und einander gegenüberzustellen. Dies soll u.a. dazu beitragen, die regional unterschiedlichen Ausprägungen von Impact Investing besser zu verstehen.

Der Nachfolgebericht zur ersten NAB-Studie von 2014 kommt zu dem Schluss, dass wirkungsorientiertes Investieren nach wie vor ein Nischenmarkt ist, jedoch mit einer stark wachsenden Dynamik. So habe sich das wirkungsorientierte investierbare Vermögen innerhalb von drei Jahren verdreifacht. Dies zeuge von einem neuen sozialunternehmerischen Denken. Es gebe den zunehmenden Wunsch, eine Verbindung von Kapitalbereitstellung und dem Erzielen einer positiven gesellschaftlichen Wirkung zu erreichen. Hierzu bedarf es einem koordinierten Marktaufbau mit klaren strukturellen Rahmenbedingungen.

Bis zum Jahre 2025 wird ein Investitionsbedarf von EUR 50 Milliarden prognostiziert, um den zukünftigen sozialen Herausforderungen in Deutschland zu begegnen, zu denen die Autoren eine alternde Bevölkerung, einen massiven Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit, den Fachkräftemangel in der Pflege und den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zählen. Als ein wachsender Nischenmarkt könnte Impact Investing eine wichtige Rolle bei der Überwindung dieser Herausforderungen spielen.

Die Marktbericht des National Advisory Board für Impact Investing (NAB) von 2014 kommt zu dem Fazit, dass Deutschland in Zukunft vermehrt privates Investitionskapital mobilisieren muss, um innovative und vielversprechende Lösungsmodelle zu fördern. Hierin liegt das Potenzial von wirkungsorientierten Investieren (WI) bzw. social impact investment (SII). Diese Form der privaten Kapitalanlage geht über die reine Profitorientierung hinaus und schlägt dadurch eine Brücke von positiver sozialer Wirkung zu Kapitalbereitstellung. Die Wirkung soll möglichst explizit und nachweisbar sein. Somit bedarf es Maßnahmen zum Zwecke der Prävention, Innovation und Skalierung.