Social Entrepreneurship goes Bundestag

CDU/CSU und SPD haben im Koalitionsvertrag eine bessere Unterstützung von Social Entrepreneurship und sozialen Innovationen verankert. Vergangene Woche wurde das Thema nun erstmals im Plenum des Bundestags diskutiert.

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Endlich hat Social Entrepreneurship Eingang in die Debatte des Bundestags gefunden. Die Diskussion zeigt, dass sich eine Reihe der Fraktionen noch nicht intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Unbestreitbar ist, dass wir vor einer Vielzahl gesellschaftlicher Herausforderungen stehen: Klimawandel, Demografischer Wandel oder der Strukturwandel durch die digitale Transformation sind nur drei Beispiele. Eine nachhaltige Lösung dieser Herausforderungen kann nicht alleine mit den Instrumenten des letzten Jahrhunderts erfolgen. Hier braucht es neue Lösungsansätze und Akteure, die die Gestaltung einer enkeltauglichen Zukunft in das Zentrum des Handelns nehmen.

Den längst überfälligen Handlungsbedarf von politischer Seite zeigen neben den internationalen Studien [The best Coutry to be a Social Entrepreneur (2016); Thomson Reuters Foundation | Ein Überblick über Sozialunternehmen und ihre Ökosysteme in Europa, Europäische Kommission (2014); Länderbericht Deutschland(2018) als Basis für den neuen Synthesereport der EU] auch eine Reihe nationaler Studien auf. Hier können exemplarisch die vom BMWi beauftragte Studie "Herausforderungen bei der Gründung und Skalierung von Sozialunternehmen. Welche Rahmenbedingungen benötigen Social Entrepreneurs?" (2015) wie auch die Studie "Social Entrepreneurs in Deutschland: Raus aus der Nische" (2019) von KfW-Research genannt werden. Weitere Punkte haben wir bereits in unserem Statementauf die Antwort der Bundesregierung zur "Kleine Anfrage" der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Vorfeld des Antrags aufgezeigt, die deutlich macht, dass innovative Sozialunternehmer*innen auf viele Angebote klassischer Gründer*innen nicht zurückgreifen können. Neben den enormen gesellschaftlichen Mehrwerten schlummert in dem Thema auch ein großes volkswirtschaftliches Potenzial, wie die Studie von Ashoka und McKinsey "Wenn aus klein systemisch wird - Das Milliardenpotenzial Sozialer Innovationen" (2019) deutlich aufzeigt.

In vielen Ländern arbeiten Politik und Social Entrepreneurs längst Hand in Hand für die Lösung unserer gesellschaftlichen Herausforderungen. Will man diese Potenziale auch für die Bürger*innen in Deutschland heben, sind drei Schritte eine erste Basis für weitere Aktivitäten.

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